Qwiek.up

Wirkungsvolle technische Unterstützung in den Einrichtungen der Seniorenbetreuung: Test des Qwiek.up

Seit Jahren schon schielt der Altenbereich skeptisch bis erwartungsvoll auf Neuerungen im Rahmen der Ambient Assisted Living (AAL). In der Seniorenbetreuung der Stadt Wels wurde ein einfacher, aber wirkungsvoller Projektor, der „Qwiek.up“, getestet.
Ambient Assisted Living

Unter dem Begriff „Ambient Assisted Living“ sind miteinander vernetzte elektronische Systeme, Produkte und Dienstleistungen zusammengefasst, die den häuslichen Alltag erleichtern sollen. Automatische Herdabschaltung, Aufstehhilfen, elektronische Medikamentendispenser mit Erinnerungsfunktion, aber auch intelligente Fußböden als Hilfemittel zur Prävention, zur Nothilfe sowie zum Aktivitätsmonitoring werden vielfach als Segen empfunden. Doch wenn Lösungen zu „technisch“, zu kompliziert werden, dann bleiben viele ältere User skeptisch. Spätestens beim Einsatz von Pflegerobotern melden viele Experten Alarm! Ingenieure und Informatiker freilich habe einen Traum: Hightech soll im Alltag über die Gesundheit alter Menschen wachen.

Auch Soziologen sind skeptisch: „Alte Menschen lehnen neue Technologien nicht per se ab. Bisher hätte die Mehrzahl der Untersuchungen gezeigt: Wenn Senioren einen konkreten Nutzen in der Technik sehen, sind sie ihr gegenüber offen. „

Der Projektor „Qwiek.up“ im Test

Offen für technische Lösungen sind die Verantwortlichen der Seniorenbetreuung in der Stadt Wels. Für die Leitung der städtischen Einrichtungen Mag. Monika Geck steht beim Einsatz von Technik in der Pflege und Betreuung immer der Mensch im Vordergrund. Nur dann ist der Einsatz von technischen Produkten und auch Dienstleistungen zu begrüßen. Mit der Entscheidung eine besondere technische Lösung in den Häusern der Langzeitpflege in Wels zu testen – das Projektionsgerät Qwiek.up – sind alle Beteiligten aber sehr zufrieden, sprechen doch die Erfolge für sich.

Es projiziert stimmungsvolle Bilder direkt und unkompliziert dahin wohin sich der Blick der Nutzer richtet. Das Qwiek.up ist ein mobiler Projektor, der aus jedem Zimmer einen Snoezel- oder Erlebnisraum macht. Durch USB-Erlebnismodule mit digitalen Fotos, mit Musik oder Umgebungsgeräuschen, können lebensgroße Projektionen an die Wand oder der Decke geworfen werden. Qwiek.up bietet eine breite Palette von unterschiedlichen Modulen und Erlebnissen: das Andre Rieu Weihnachtskonzert, herbstliche Impressionen, Kaleidoskop, Leben auf dem Bauernhof, Waldwanderungen, Sternenhimmel und einige Erlebnisse mehr.

Erlebnis ist. Ein Qwiek.up

 

„Schwung in der Pflege: 92% sind überzeugt!“

Das Projektionsgerät ist brandneu auf dem österreichischen Markt und wurde erstmalig in Wels getestet. Schon auf der Homepage verspricht der holländische Vertreiber „Schwung in die Pflege“ zu bringen und das Pflegepersonal in seiner täglichen Arbeit zu unterstützen. In einem ersten Informationsgespräch konnte man die Leitung der Seniorenbetreuung dank zahlreicher anschaulicher und beeindruckender Beispiele aus dem Alltag in Altenheimen in den Niederlanden und Deutschland von einer Testung des Projektionsgerätes überzeugen. 94 % der User sind von der Leistung des Gerätes überzeugt!

Auch die Welser Bewohner und das Pflegepersonal in den städtischen Häusern der Langzeitpflege sind begeistert. Die Handhabung des Projektionsgerätes ist einfach, der Nutzen spricht für die Anschaffungskosten. Das Projektionsgerät ist hinsichtlich technischer Qualität nicht mit gängigen Beamern vergleichbar, übertrifft es diese doch bei Weitem.

Testergebnisse aus Wels

Die Bedienung von Qwiek.up wurde gemeinsam mit Experten aus dem Pflegebereich entwickelt und zeichnet sich durch einfache Anwendbarkeit aus. Doch was wirklich überzeugt, sind die Erfahrungen, die Pflegefachkräfte in Wels sammelten: Im Haus Vogelweide-Laahen profitierte eine schwer dementiell erkrankte Bewohnerin mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit sehr von der Stimulation des Projektors. „Anfangs waren alle mehr als skeptisch, da wir tagtäglich mit Flugblättern von vermeintlich wirkungsvoller und unterstützender technischer Angeboten konfrontiert werden. Doch der Nutzen überzeugte auch die skeptischsten Angehörigen!“. Pflegefachkräfte dokumentierten mit dem Einsatz des Qwiek.up einen wesentlich entspannteren Gesamteindruck sowie Muskeltonus der Bewohnerin Frau S. Sie nimmt die bewegten Bilder einfacher wahr als die Bilder des Fernsehers und folgt diesen mit dem Kopf. Pflegefachkräfte freuen sich, dass die Bilder Frau S. in ihrer eigenen Welt erreichen konnten. „Frau S. begann mit der Musik mitzuwiegen und zu summen.“

„Das Qwiek.up ist sehr vielseitig einsetzbar und bringt bei vielen Erinnerungen hoch. Unsere Bewohner sind entspannter, sind nicht so gefangen in ihren Zwangsroutinen,“ schätzt die Leitung der Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz Doris Astecker ein. Die Leitung der Betreuung und Pflege im Haus Noitzmühle Birgit Wurnig stimmt diesen Ergebnissen zu und berichtet über einen wirkungsvollen Einsatz in der palliativen Betreuung: „Der Qwiek.up wurde mit Zustimmung der Angehörigen in der Sterbebegleitung unterstützend eingesetzt. Es war rührend zu sehen, wie die Bilder auf den Sterbenden aber auch auf die Tochter entspannend gewirkt haben.“ Auch eigenen Fotos und Musik können über einen handelsüblichen USB-Stick geladen und via Qwiek.up betrachtet werden.

Die Ergebnisse der Testphase sind überzeugend und keiner möchte den Projektor mehr missen. Die Leiterin der Seniorenbetreuung Monika Geck verspricht sich für den Ankauf des Qwiek.up einzusetzen: „Der Einsatz des Qwiek.up wurde ausführlich getestet, die Rückmeldungen sind sehr gut. Technische Hilfsmittel werden den menschlichen Kontakt nie ersetzen können, jedoch ist jede Unterstützung im Sinne unserer Bewohner zu begrüßen.“

Mag. (FH) Birgit Hunyar BSc. – Projekt- und Qualitätsmanagement, Personalentwicklung
Seniorenbetreuung der Stadt Wels
Hans-Sachs-Straße 22, 4600 Wels
07242 417 3011 senb@wels.gv.at

Quelle: http://www.lebensweltheim.at/